ProNATs e.V. Verein zur Unterstützung arbeitender Kinder und Jugendlicher

Abendveranstaltung und Multiplikator_innen-Workshop im Mehringhof, Berlin-Kreuzberg

Unter dem Titel "Kinderarbeiter_innen in Bolivien und das Recht zu arbeiten" veranstalten ProNATs e.V. gemeinsam mit den Lateinamerika Nachrichten e.V. (LN), terre des hommes und dem Forschungs- und Dokumentationszentrum Chile-Lateinamerika e.V. (FDCL) eine Abendveranstaltung und am darauffolgenden Tag einen Multiplikator_innen-Workshop.

Ort: FDCL im Mehringhof (Aufgang 3 - 1. Stock - Gneisenaustr. 2a - Berlin Kreuzberg - U6/7-Mehringdamm)
Alle Veranstaltungen sind kostenfrei. Um Anmeldung für den Workshop wird gebeten (Clay Johnson - clay.johnson@asu.edu)

Die bolivianischen Kinder und Jugendlichen wurden beim Ringen um den Gesetzestext zum Senat eingeladen.

Abendveranstaltung am Freitag, 27.06.2014, 19:00 Uhr

Mit:
Manfred Liebel, Prof. Dr., Direktor des Instituts für internationale Studien zu Kindheit und Jugend an der Internationalen Akademie (INA gGmbH) und Leiter des Masterstudiengangs „Childhood Studies and Children‘s Rights“ an der FU Berlin.
Peter Strack, Leiter des Regionalbüros Südamerika von terre des hommes in Cochabamba, Bolivien
Clay Johnson, Moderation

In vielen Ländern der Welt müssen Kinder arbeiten gehen. Hauptgründe sind das niedrige Einkommen und die Ausbeutung ihrer Eltern. Mit ihrer Arbeit leisten die Kinder einen Beitrag zur finanziellen Unterstützung ihrer Familien. Dennoch ist Kinderarbeit gemeinhin verboten. Weniger bekannt ist, dass viele Kinder auf ihrem Recht zu arbeiten bestehen und sich dementsprechend gegen das Verbot von Kinderarbeit aussprechen. Stattdessen fordern Kinderbewegungen, Armut und Ausbeutung abzuschaffen. Diese Stimmen werden jedoch in der kontroversen Auseinandersetzung um Kinderarbeit in Medien wie in der (entwicklungs-) politischen Diskussion selten beachtet.

Um diese Problematik zu thematisieren, laden LN, ProNATs, terre des hommes und FDCL zu einer Informations- und Diskussionsveranstaltung zum Thema ein, bei der in das Themenfeld Kinderrechte/Kinderarbeit eingeführt wird. Referenten sind Manfred Liebel (INA-FU Berlin) und Peter Strack (terre des hommes). Manfred Liebel wird insbesondere die Perspektive von Kinderrechtsbewegungen/-organisationen darlegen. Peter Strack wird in seinem Beitrag von seinen Erfahrungen mit KinderarbeiterInnen in Bolivien berichten. Die Thematik wird anschließend in einen moderierten Publikumsgespräch diskutiert werden.

MultiplikatorInnen-Workshop am Samstag, 28.06.2014, 13:30 - 17:30 Uhr

Mit:
Elisabeth Weydt, freie Journalistin
Peter Strack, Leiter des Regionalbüros Südamerika von terre des hommes in Cochabamba, Bolivien
Clay Johnson, Moderation/Koordination

Ablauf:
13.30 - 13:50 Vorstellungsrunde/Erwartungen an den Workshop
13:50 - 14:20 Aktueller Stand in Bolivien
14:20 - 15:30 Film „Aufstand der Kinder“ von Elisabeth Weydt + Diskussion
15:30 - 15:45 Pause
16:45 - 16:30 Gespräch mit Kindergewerkschaft UNATSBO aus Bolivien (Skype)
16:30 - 17:30 Arbeitsgruppenphase: Was können wir mit der Information tun?

In einem halbtägigen Workshop am Folgetag nehmen wir die aus der Abendveranstaltung erfassten Kontroversen und Fragestellungen wieder auf. Ziel ist es hier, an die offenen Punkte der Abendveranstaltung anzuknüpfen und diese eingehender zu diskutieren und zu vertiefen. Das Fallbeispiel Bolivien wird hier eine besondere Rolle spielen. Vor allem wird der Kernfrage nachgegangen, wie eine differenzierte, die Nord-Süd-Dimension des Themas einbeziehende Position entwickelt werden kann und wie wir im Globalen Norden das Anliegen der Kinder(rechtsorganisationen) adäquat vermitteln und unterstützen können. Als Abschluss soll Gruppenarbeit stattfinden, wo Teilnehmende die Chance haben werden, sich aktiv und konstruktiv mit dem Thema auseinanderzusetzen. Die Veranstaltung wird von der Journalistin Elisabeth Weydt, die eigene Filme zu dem Thema zeigen und kommentieren wird, sowie Peter Strack (terre des hommes) geleitet.

Aktualisiert: 23.08.2016